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Informationen

Definition der Pflegebedürftigkeit

Pflegebedürftig ist, wer durch körperliche, geistige oder seelische Erkrankung oder Behinderung nicht in der Lage ist, die gewöhnlichen, regelmäßigen wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens auszuführen.

Deshalb wird in erheblichem oder höherem Maß fremde Hilfe benötigt bei:

  • Körperpflege
  • Ernährung
  • Mobilität
  • hauswirtschaftlicher Versorgung

Die Pflegebedürftigkeit muß auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate gegeben sein.

Der Antrag zur Einstufung in die Pflegeversicherung muß bei der zuständigen Krankenkasse gestellt werden.
Dabei ist der Pflegedienst Die mobile Krankenpflege GmbH gerne behilflich.

Die Beurteilung ob eine Pflegebedürftigkeit vorliegt und in welcher Höhe übernimmt der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) im Haushalt des Antragstellers.

Zur Dokumentation des täglichen Pflegeaufwandes, stellen wir Ihnen unser hilfreiches Pflegetagebuch zum Ausdrucken zur Verfügung.

 

Die Pflegegrade

Pflegegrad 1 (Personen mit geringeren Beeinträchtigungen)

Pflegegrad 2 (erhebliche Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten) - ab 27 bis unter 47,5 Gesamtpunkte im Begutachtungsinstrument

Pflegegrad 3 (schwere Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten) - ab 47,5 bis unter 70 Gesamtpunkte im Begutachtungsinstrument

Pflegegrad 4 (schwerste Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten) - ab 70 bis unter 90 Gesamtpunkte im Begutachtungsinstrument

Pflegegrad 5 (schwerste Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung) - ab 90 bis 100 Gesamtpunkte im Begutachtungsinstrument

 

Alle Leistungen der Pflegeversicherung werden nur Pflegebedürftigen mit den Pflegegraden 2 bis 5 gewährt.

Einige Leistungen stehen bereits im Pflegegrad 1 zur Verfügung. Diese sind:

  • Pflegeberatung
  • Beratung in der eigenen Häuslichkeit
  • Wohngruppenzuschlag
  • Anschubfinanzierung zur Gründung ambulant betreuter Wohngruppen
  • Versorgung mit Pflegehilfsmitteln
  • Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen oder gemeinsamen Wohnumfeldes
  • zusätzliche Leistungen bei Pflegezeitund kurzfristiger Arbeitsverhinderung
  • zusätzliche Betreuung und Aktivierung in stationären Pflegeeinrichtungen
  • Pflegekurse für Angehörige und ehrenamtliche Pflegepersonen
  • Entlastungsbetragin Höhe von 125 Euro monatlich
  • Zuschuss zur stationären Pflege in Höhe von 125 Euro monatlich

 

Bei Pflegegrad 2 bis 5 können im Vergleich zu Pflegegrad 1 zusätzlich folgende Leistungen bezogen werden:

  • Verhinderungspflege (bis zu 1.612 Euro pro Kalenderjahr für Ersatzpflege bis zu sechs Wochen; bei Kombination mit Kurzzeitpflege bis zu 2.418 Euro im Kalenderjahr)
  • Zuschüsse für Pflegehilfsmittel (bis zu 40 Euro monatlich)
  • Zuschüsse zum barrierefreien Wohnungsumbau (bis 4.000 Euro je Maßnahme, bzw. 16.000 Euro bei WGs)
  • Leistungen bei der Tages- und Nachtpflege (Pflegegrad 2 bis 689 Euro, Pflegegrad 3 bis 1298 Euro, Pflegegrad 4 bis 1612 Euro, Pflegegrad 5 bis 1995 Euro)
  • Kurzzeitpflege (bis zu 1.612 Euro pro Kalenderjahr für bis zu acht Wochen; bei Kombination mit Verhinderungspflege bis zu 3.224 Euro im Kalenderjahr)


 

Das Pflegegeld

Nachdem die Einstufung durch den medizinischen Dienst erfolgt ist, vergütet die Pflegeversicherung dem Versicherten wahlweise Sach-, Geld- oder Kombinationsleistungen.

 

Sachleistungen

In diesem Fall erbringt der Pflegedienst Die mobile Krankenpflege GmbH alle vereinbarten Pflegeleistungen.

Die von der Pflegekasse zur Verfügung gestellten Beträge werden direkt abgerechnet. Darüberliegende Kosten sind vom Patienten zusätzlich zu tragen.

Die Pflegekasse stellen monatlich, maximal, folgende Beträge zur Verfügung:

  • Pflegegrad 1:           0,- Euro
  • Pflegegrad 2: bis   689,- Euro
  • Pflegegrad 3: bis 1298,- Euro
  • Pflegegrad 4: bis 1612,- Euro
  • Pflegegrad 5: bis 1995,- Euro
 
Geldleistungen

In diesem Fall werden die Pflegeleistungen von Angehörigen oder Bekannten erbracht.

Die von der Pflegekasse zur Verfügung gestellten Beträge werden dem Patienten ausbezahlt.

Voraussetzung für fortlaufende Zahlungen ist eine einmalige, je nach Pflegestufe, viertel- oder halbjährliche, Anwesenheit des Pflegedienstes Die mobile Krankenpflege GmbH (Pflegenachweis nach §37 Abs.3 Pflegeversicherungsgesetz).

Die Pflegekasse bezahlen monatlich folgende Beträge:

  • Pflegegrad 1:           0,- Euro
  • Pflegegrad 2: bis   316,- Euro
  • Pflegegrad 3: bis   545,- Euro
  • Pflegegrad 4: bis   728,- Euro
  • Pflegegrad 5: bis   901,- Euro

 

Kombinationsleistungen

Als dritte Möglichkeit können Geld- und Sachleistungen kombiniert werden.

Ein Beispiel:
Der Patient ist in Pflegegrad 2.
Mit dem Pflegedienst Die mobile Krankenpflege GmbH wurde einmal wöchentlich Baden vereinbart. Die Angehörigen erbringen alle übrigen Pflegeleistungen.

Diese Besuche werden der Pflegeversicherung z.B. mit 157,76 Euro vom Pflegedienst Die mobile Krankenpflege GmbH in Rechnung gestellt.
Das entspricht 23% der Sachleistungen im Pflegegrad 2 (689,- Euro).
Diese 23% werden dann von den Geldleistungen im Pflegegrad 2 (316,- Euro) abgezogen, und 243,65 Euro an den Patienten ausbezahlt.